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Tikal

Verlag: Ravensburger
Autor: M Kiesling + W. Kramer
Genre: Brettspiel, Spiel des Jahres 1999
Spieler: 2-4 Spieler
Spieldauer: ca. 90 min.
Alter: 10-99 Jahre
Inhalt: 1 Spielregel, 1 Spielbrett, 36 Geländetafeln (15 Tempel-, 10 Urwald-, 8 Schatz- und 3 Vulkantafeln), 24 Schatzplättchen,
48 Tempelplättchen, 4 Expeditionsleiterfiguren, 72 Expeditionsteilnehmerfiguren, 8 Camps, 4 Wertungssteine, 4 Kurzspielregeln, 4 Anzeiger für die Profiversion

Spielstory:
Tikal ist die bedeutendste und größte aller Maya-Stätten. Inmitten eines
undurchdringlichen Urwaldes liegt sie im Norden Guatemalas, versteckt unter bis
zu 50 Meter hohen Bäumen. Besiedelt und bewohnt wurde Tikal von 600 v. Chr. bis
900 n. Chr.. Nur ein kleiner Bruchteil des 16 km² großen Areals wurde
ausgegraben und erforscht. Wir schreiben das Jahr 1999. Bis zu 4 Expeditionen
machen sich auf den Weg, um weitere Tempel und Schätze freizulegen und zu
bergen. Jeder Spieler ist Leiter einer Expedition, die im Urwald nach Tempeln
forscht, Pyramiden freilegt, kostbare Schätze hebt und Geheimpfade entdeckt.
Die Expedition mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Spielbescheibung:
Jeder Spieler spielt Leiter einer Expedition. Durch das freilegen von Schätzen und Tempeln erhält man Siegpunkte. Wer am Ende die meisten Siegpunkte besitzt, ist also der Gewinner.
Bevor die Expeditionen starten können, wird der Spielplan erstmal auf den Tisch ausgebreitet. Jeder Spieler erhält seine farbig passenden Spielfiguren. Der Wertungsstein legt man auf die "1" auf der
Wertungsleiste. Hier kennzeichnet man durch vorschieben des Markers die aktuellen Punkte. Die Tempelplättchen werden nach Nummern sortiert und für alle bereit gelegt. Die Geländetafeln werden der Rückseite nach sortiert. Dann mischt man jeden Stapel davon
und man legt diese dem ABC nach übereinander. Die Schatzplättchen werden verdeckt gemischt und ebenfalls bereit gelegt. Dann erhält jeder Spieler noch ein Kurzspielregel und das forschen kann losgehen.
Ein Spielzug besteht aus zwei verschiedenen Handlungen. Als erstes wird eine Geländekarte gezogen und angelegt. Diese müssen so gelegt werden, dass diese von mindestens einer Seite aus betreten werden können. Insgesamt gibt es 4 verschiedene Geländetypen.
In Urwäldern kann man Basiscamps errichten. Auf Schatzfeldern kann man Schätze bergen. Sind alle Schätze eines solchen Feldes geborgen, zählt es als Urwald und man dort ebenfalls ein Camp errichten. Tempel kann man freilegen. Desto mehr man von einem Tempel freilegt, um so mehr Punkte kriegt man dafür.
Wird ein Vulkan gezogen, findet sofort eine Wertung statt. Sobald der dritte Vulkan gezogen wurde, kommt es zu einer letzten Wertung. Danach endet das Spiel. Hat man eine Geländetäfelchen angelegt, kann man bis zu 10 Aktionspunkte einsetzen.

Spielbewertung:
Und wieder ein Inka-Spiel. Davon gibt es durchaus eine Menge. Doch Tikal ist schon von seiner Spielart eines der besseren.
Das Spiel ist durchaus Strategisch, wobei auch ein Hauch Glück mitzählt. Man weiß nie wann ein Vulkan kommt und dann eine entsprechende Wertung folgt
oder welche Schätze man ausgräbt. Man muss viele Kleinigkeiten in Betracht ziehen um dann bei einer Wertung gut zu punkten. Die Regeln sind
gut durchdacht. Neben den Standardspiel gibt es auch noch Profiregeln für ganz ausgefuchste. Wobei die regelreduzierte Standardversion schon
sehr viel Spass mit sich bringt. In die Regeln muss man sich erst einmal reinspielen. Hat man diese verinnerlicht dann läuft der Spielablauf sehr flüssig.
Erklären lassen sich diese etwas umständlich, da man während des eigenen Zuges viele Optionen hat, die man sich merken muss. Die Spielübersichtskarte
hilft hierbei ein wenig, auch wenn die Bildchen für Spieleinsteiger etwas unverständlich sein können. Da blickt man dann doch lieber nochmal in die Regeln.
Diese sind soweit ganz übersichtlich beschrieben und werfen soweit keine Regelfragen auf. Die Gliederung ist sehr hilfreich und man hat
unklare Stellen schnell gefunden. Auch wenn ich beim ersten lesen mir von Spielablauf nichts vorstellen konnte. Man muss es einfach spielen, dann kommt es ganz von selbst.
Die Spielmaterialien sind reichlich und sehen sehr ansehnlich aus. Die Figuren sind allesamt einfach gehalten und aus Holz. Die Pappteile sehen
sehr schön aus und geben die Forscheratmosphäre gut wieder. Insgesamt ein solides und schönes Brettspiel das sich den Titel zum Spiel des Jahres gut verdient hat.
Man kann es ruhig was häufiger spielen, ohne das es einem lamhweilig wird. Auch im Spiel zu zweit bringt es viel Laune.
Spielendergebnis: 
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