Das Schwarze Auge Junior - Der Geheimbund des Schwarzen Auges



Verlag: Schmidt Spiele
Genre: Rollenspiel
Spieler: 3-6 Spieler
Spieldauer: variabel
Alter: ab 8 Jahre
Inhalt: 1 Regelbuch, 1 Abenteuerbuch, Abenteuermarken, Spielfeldkarten, Zauberkarten, Waffenkarten, Bösewichterkarten, 3 W6, 1 W20, Heldenpässe, Aufklebezahlen, Spielfiguren aus Pappe mit Plastikfüssen

Spielstory:
Aventurien, das Land voller Abenteuer und Geschichten, erwartet Dich! Es gibt dort eine ungewöhnliche Stadt - Die Bücherstadt. In einer riesigen Bücherei findest Du alle Abenteuer-Bücher dieser Welt. Und da diese Bücherei in Aventurien steht, ist es keine normale Bibliothek, sondern eine magische. Manchmal geschieht in den Büchern etwas Seltsames. Die Bösewichter und Ungeheuer, die zum Buch gehören, erwachen plötzlich zum Leben und wollen die Geschichte verändern - sie wollen die Guten besiegen. Was würdest Du tun, wenn Tom Sawyer keinen Weg aus der Tropfsteinhöhle findet oder wenn Siegfried vom Drachen besiegt würde? Das darf auf gar keinen Fall passieren! Um so etwas zu verhindern, gibt es in Aventurien den Geheimbund des Schwarzen Auges. Alle Mitglieder dieses Geheimbundes nennen sich die Büchergarde. Sie passen auf, dass die Abenteuer der Bücher nicht plötzlich verändert werden. Passiert aber trotzdem in einem der Bücher etwas Unheimliches, reisen sie - auf magische Weise - direkt in das Abenteuer hinein. Dann müssen sie sofort eingreifen und dafür sorgen, dass Tom Sawyer tatsächlich seinen Weg aus der Tropfsteinhöhle findet, dass Siegfried wirklich den Drachen besiegt, dass Robin Hood der Gerechte bleibt, der den Reichen nimmt und den Armen gibt.



Spielbeschreibung:
Der Geheimbund des Schwarzen Auges ist ein besonderes Spiel. Es gibt einen Spielleiter und es gibt Mitspieler (Helden). Mitspielen können bei diesem Rollenspiel alle, auch ohne Regelkenntnis. Jeder Spieler schlüpft für die Dauer des Spiels in die Rolle eines Helden. Für die Mitspieler stehen verschiedene Heldentypen zur Auswahl: Zauberer, Späher und Kämpfer. Diese drei haben unterschiedliche Fähigkeiten: Der Kämpfer ist besonders stark, der Späher ist besonders geschickt und der Zauberer besonders klug. Die Helden bilden eine Gruppe, die gemeinsam in das Abenteuer zieht. Nur gemeinsam sind sie stark genug, die Aufgaben zu lösen und mit den Gefahren fertig zu werden. Jeder Spieler kann seinen Helden behalten und mit ihm in das nächste Abenteuer ziehen. Je mehr Abenteurer ein Held erlebt, desto erfahrener wird er: Geschickter, klüger, stärker. Die Spieler dürfen nicht wissen, was auf die zukommt, sonst wäre das Spiel ja ohne Spannung für sie. Deshalb hat der Spielleiter eine ganz wichtige Aufgabe. Er, der Meister des Schwarzen Auges, führt die Spieler durch das Abenteuer. Natürlich muss er die Spielregeln kennen, das Regelbuch. Er allein hat auch das Abenteuerbuch gelesen und weiß, welche Gefahren auf die Helden warten. Er kennt den Weg und führt die Spieler durch das Abenteuer.



Spielbewertung:
Der Geheimbund des Schwarzen Auges ist ein Rollenspiel das zwar für die jündere Generation angedacht war, aber für Rollenspielerneulinge ist es auch eine gute Möglichkeit zum Einstieg. An sich ist es aber Rollenspieltechnisch ziemlich schwach, da man nicht wirklich in eine andere Rolle schlüpfen muss. Charakterzüge sind hier weniger von Bedeutung. Attribute sind aber vorhanden und sehr einfach, aber an sich soweit gut gelöst worden. Lebenspunkte gibt es nicht, da man hier nicht sterben kann (ist halt für Kinder gedacht). Auch Gegner ergreifen nach dem sie besiegt wurden die Flucht. Erfahrungspunkte werden anhand Aufkleber gesammelt. Diese klebt man in seinen Pass ein. Leider sehr nachteilig, da nach dem Einkleben diese nicht mehr verwendet werden können. Sollten alle Aufkleber aufgebraucht sein, muss man sich was einfallen lassen. Das Kampfsystem ist simpel gelöst worden. Es wird nur für jede Seite einmal gewürfelt und wer höher liegt hat gewonnen. Das ist vielleicht kindgerecht, aber auch nicht wirklich spannend. Die Charaktere bewegen sich über ein Spielbrett, dass man langsam aufbaut. Diese Idee ist an sich ganz hilfreich für die Orientierung. Die Regeln sind schnell erklärt, so dass man schnell loslegen kann. Wer keinen Charakter erstellen möchte, kann sich einen vorgefertigten auswählen. hier ist es leider etwas schwach, dass es nur 3 verschiedene Charakterklassen gibt. Das Spielmaterial an sich ist sehr nett. Auch die Illustrationen in den Büchern sind sehr gut anschaubar. Was ich sehr positiv finde ist die Idee, das man in die Geschichten tatsächlicher Bücher einsteigt, um dort wieder alles in Ordnung zu bringen. es passt nicht wirklich zum Spielsystem des Schwarzen Auges, aber da muss man einfach hinwegsehen. Insgesamt würde ich hier behaupten, dass es an sich ein mittelprächtiges Rollenspiel ist, dass für die angedachte Altersgruppe allerdings sehr passend ist. Für Rollenspieler ist es aber eher ein Spassspiel, dass man nicht wirklich ernst nehmen wird.



Spielendergebnis:


Zurück . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Weiter zur Abenteuerliste