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Die Säulen der Erde

Verlag: Kosmos
Autor: Michael Rieneck
Genre: Brettspiel, Strategiespiel
Spieler: 2-4 Spieler
Spieldauer: ca. 90-120 min.
Alter:ab 12 Jahre
Inhalt: 1 Spielplan, 12 Baumeister, 4 große Arbeiter, 28 kleine Arbeiter, 4 kleine graue Arbeiter, 1 kleiner schwarzer Arbeiter,
82 Baustoffwürfel (Stein, Holz, Sand, Metall), 8 Holzscheiben, 1 schwarzer Kostenstein, 36 Handwerkerkarten, 9 Baustoffkarten, 16 Vorteilskarten,
10 Ereigniskarten, 4 Übersichtskarten, 1 Kathedrale (bestehend aus 6 Bauteilen), 1 Stoffbeutel, 1 Steuerwürfel, 1 Spielanleitung
Spielstory:
England, Anfang des 12. Jahrhunderts. Prior Philip von Kingsbridge hat einen Traum: Er will die schönste
Kathedrale des Landes bauen lassen. Dazu beauftragt er erfahrene Baumeister. Gemeinsam arbeiten sie an dem monumentalen Bauwerk, jeder mit der Absicht, mit seinem
Bautrupp den größten Beitrag für die Kathedrale zu leisten. Die baumeister stellen ambitionierte Handwerker in ihren dienst. Angeheurte Arbeiter bauen die dringend
benötigten Baustoffe - Stein, Holz und Sand - ab. Was fehlt, kann auf dem Baustoffmarkt eingekauft werden. Doch die
Baumeister müssen sich um mehr als nur die Arbeit an der Kathedrale zu kümmern. Der König erhebt Sondersteuern nach reiner Willkür. So droht mancher Plan auf grund akuter Geldknappheit
zu scheitern. Da empfiehlt es sich, hin und wieder um die Gunst des Königs zu werben, vielleicht ist er dann doch wohlgesonneb und stellt sogar das
dringend benötigte Metall zur Verfügung. Eine Audienz beim Bischof mag ebenso hilfreich sein, bietet das doch Schutz vor höherer Gewalt in
Form unvorhersehbarer Ereignisse. Mal ist das Schicksal den Baumeistern wohlgesonnen, mal bringt es Rückschläge. Auch einflussreiche Persönlichkeiten
können die Pläne unterstützen. Am Ende wird der prächtige Bau - die Säulen der Erde - in den Himmel ragen. Wer hat dann wohl den größten Teil dazu beigetragen und erntet den meisten Ruhm! Nur wer sein Gold,
seine Handwerker und seine Zeit am geschicktesten nutzt, kann der Sieger sein.

Spielbeschreibung:
Wie in sovielen Strategiespielen geht er hier um die Höhe der Siegpunkte um zu gewinnen. Jeder Spieler wählt zu Beginn eine Farbe.
Dann erhält jeder Spieler farblich passend dazu die Arbeiterfiguren, die Farbchips, die Starthandwerkerkarten und die Baumeister.
Die Arbeiter stellt jeder Spieler vor sich hin. Die Baumeister aller Spieler kommen allesamt in den Beutel. Die Starthandwerker legt man ebenso vor sich aus. Die Farbchips kennzeichnen auf dem spielbrett den Finanz- und den Punktestand.
Es wird ein Startspieler bestimmt. Dieser stellt das erste Teil der Kathedrale auf die Spielfeldmitte und seine Finanzscheibe auf die 20.
Die anderen Spieler legen ihren Marker im Uhrzeigersinn immer um einen Betrag höher. Das Spiel läuft im Zeitraum von 6 Runden ab.
Nach jeder Spielrunde wird ein Teil der Kathedrale gebaut. Jede einzelne Runde besteht aus 3 Spielphasen. In der ersten Phase wählen die Spieler aus der Auslage
Baustoffkarten aus und verteilen ihre Arbeiter. Man kann auch neue Handwerker dazu kaufen. Dann kommen die Baumeister zum Einsatz. Dabei zieht man blind aus dem Beutel nach und nach einen Baumeister.
Die Baumeister kann man für die angegebene Summe (je nach wann er gezogen wurde ergibt sich die Höhe) einsetzen. Man kann den Baumeister auf einem freien Feld auf dem Spielbrett einsetzen.
Ist ein Bereich schon belegt, kann dort kein Baumeister mehr platziert werden. Wenn alle Baumeister gezogen und gesetzt wurden, werden die einzelnen
Abschnitte auf dem Spielbrett gewertet. Danach wird mit dem neuen Spieler eine neue Runde eingeläutet. Durch den Kauf von Handwerkern, kann man
günstiger mit dem Einsatz der Rohstoffe Siegpunkte einheimsen. Allerdings darf jeder Handwerker auch nur begrenzt pro Runde bauen.
Alles kostet Geld, sowohl der Einsatz der Arbeiter, der Einkauf der Handwerker und die Positionierung von Baumeistern. Baumeister können einen weitere Siegpunkte einbringen, wenn man
sie richtig einsetzt. Außerdem können sie einen von Steuern befreihen, vor Ereignissen schützen oder zusätzliche Arbeiter bekommen. Ereignisse können sich
positiv aber auch negativ auf den Spielverlauf auswirken. Vorteilskarten geben dem Spieler zusätzliche Unterstützung. Steht die Kathedrale, dann gewinnt der Spieler mit der höchsten Siegpunktzahl.

Spielbewertung:
Die Umsetzung des literarischen Vorbildes ist mehr als gelungen. Zwar muss man das Spiel erst 1-2 mal gespielt haben, bis man mit den Regeln zu 100% vertraut ist, aber dann merkt man
wie vielseitig das Spiel ist. Jede Runde kann ganz anders verlaufen. Ebenfalls muss man mit seinem Geld sparsam umgehen, denn schnell hängt man in der Dauerpleite und kriegt dann nix mehr hin.
Die Baumeister muss man klug einsetzen. Doch schnell kann einen ein Mitspieler hier einen zuvor kommen. Und kaum glaubt man, schlimmer geht es nicht mehr, dann kommt auch noch ein
böses Ereignis oder eine hohe Steuerforderung. Wie im Buche geht es mal auf und mal ab. Die Regeln sind gut zu lesen und auch verständlich. Viele Illustrationen helfen einen dabei.
Die ersten Spielrunden, wird man aber sicherlich das ein oder andere mal nochmal reinschauen müssen. Das Spielmaterial ist klasse. Auch die Illustrationen vermitteln die Atmosphäre der Geschichte sehr.
Man hat hier das Thema sowohl regeltechnisch als auch optisch nahezu perfekt umgesetzt. Einzig mängelnd ist halt das man sich mit den Regeln doch erst einmal vertraut machen muss.
Aber ansonsten ist an dem Spiel keinerlei was auszusetzen. Gut, wer Aufbauspiele nicht mag wird hier warscheinlich wenig Freude finden, aber wer solche Spiele liebt, der wird auch dieses hier
zu schätzen wissen. Dem entsprechend gibts natürlich auch eine super Gesamtnote.

Spielendergebnis: 
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