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Odysseus

Verlag: Jumbo
Autor: Dominique Ehrhard
Genre: Brettspiel, Strategiespiel
Spieler: 3-6 Spieler
Spieldauer: ca. 45 min.
Alter: ab 10 Jahren
Inhalt: 1 Spielanleitung, 1 Spielbrett, 1 Holzschiff, 42 Windhosenkarten, 6 Auftragskarten, 6 Götterkarten (Zeus, Aphrodite, Athena,
Hermes, Poseidon und Hades), 30 Abenteuerscheiben, 6 Holzscheiben für die göttlichen Kräfte

Spielstory:
Die Abenteuer von Odysseus werden in der Odyssee beschrieben, dem vielleicht am häufigsten gelesenen Gedicht aller Zeiten.
Das Epos wurde mehrmals verfilmt. Auch wenn man weder das Gedicht gelesen hat noch eine Verfilmung gesehen hat, werden einem einige
der Abenteuer des tapferen Odysseus vermutlich bekannt vorkommen. Odysseus wurde nach dem Fall von Troja vom Gott Poseidon verflucht,
wodurch er seine Heimat Ithaka nicht erreichen konnte. Erst nach zwanzig Jahren kam er nach Hause und konnte seine Frau Penelope und seinen Sohn
Telemachus wieder sehen. Einige der spannenden Abenteuer, die er im Laufe dieser zwanzig Jahre erlebte, kommen in diesem Spiel vor.
Odysseus und der Zyklop
Ein Zyklop ist ein Riese mit einem Auge mitten auf der Stirn. Odysseus und seine Gefährten wurden von dem
Zyklopen Polyphem, dem Sohn von Poseidon, gefangen genommen. Der Zyklop schloss sie in seiner Höhle ein. Polyphem hat bereits
mehrere Gefährten des Odysseus verspeist, als es Odysseus gelingt, ihn trunken zu machen. Dann stechen die Männer dem schlafenden
Zyklopen einen spitzen, glühenden Baumstamm in sein eines Auge und blenden ihn. Daraufhin können Odysseus und seine gefährten, unter den Bäuchen von Schafen
festgebunden, in Freie entkommen und ihr Schiff erreichen. Polyphem ist ihnen auf den Fersen, und die Szene, die dann folgt, ist auf einer der
riesigen Scheiben dargestellt. Odysseus ist in See gestochen, und der wütende Polyphem wirft dem Schiff einen riesigen Felsbrocken hinterher.
Die vier Winde von Äolus
Der Gott Äolus half Odysseus, indem er die vier Winde in einem Sack empfing. Odysseus durfte den Sack erst
öffnen, wenn er zu Hause in Ithaka ankam. Während Odysseus schlief, öffneten seine
Gefährten jedoch den sack, weil sie dachten, er enthielte kostbare Schätze. Durch denn Sturm, der dadurch
entstand, musste odysseus noch zehn Jahre lang herumirren.
Die Sirenen
Die Sirenen waren verführerische Seenymphen, die mit ihren unwiderstehlichen Melodien Seeleute zu den gefährlichen Felsen lockten,
an denen die Schiffe zerschellten und die Männer ertranken. Odysseus gelang es dank seiner Klugheit den Sirenen zu entkommen. Er befahl seiner
Mannschaft sich Wachs in die Ohren zu stecken und ließ sich selbst am Schiffsmast festbinden.
Hades oder das Schattenreich
Auf Befehl der Zauberin Circe begibt sich Odysseus in das Schattenreich um sich die Zukunft vorhersagen zu lassen.
In diesem totenreich begegnet er unter anderem seiner verstorbenen Mutter. Ohne besondere Kraft der Zauberin ist es nicht
möglich das Totenreich zu besuchen und wieder herauszukommen.
Scylla und Charybdis
Zwischen Italien und Sizilien liegt eine sehr schmale Meeresenge, An der einen Seite lauert Scylla, ein Meeresungeheuer mit 12 Pfoten
und 6 Köpfen mit gefährlichen Zähnen. Wenn ein Schiff zu Nahe an Scylla vorbeifährt, versucht jeder Kopf einen Seemann zu ergreifen
und zu verschlingen. Dass ihm dies bei Odysseus Schiff gelingt, zeigt die Abbildung nur all zu deutlich. Auf der anderen Seite der Meeresenge
liegt Charibdis. Dreimal pro Tag verursacht dieser Felsschlund einen Strudel, der jedes Schiff in die Tiefe zieht. Wer versucht, der einen
Gefahr zu entkommen fällt der anderen zum Opfer.
Odysseus Heimkunft
Während Odysseus Abwesenheit haben die zudringlichen Freier seiner Frau Penelope die Macht in seinem Haus übernommen.
Vergeblich werben sie um Penelopes Hand. Odysseus kehrt als Bettler verkleidet zurück und
tötet die Freier mit seinen Bogen, mit dem niemand anders schießen kann.
Spielbeschreibung:
Jeder Spieler bekommt zu Anfang eine Gottheit zugewiesen und bekommt die entsprechende Göttertafel, als auch den Holzmarker füt die
göttliche Kraft. Dann bekommt noch Jeder eine Auftragskarte. Auf jeder Auftragskarte sind 3 verschiedene Abenteuer abgebildet. Dies sind die
Abenteuer mit denen man punkten kann. Jedesmal wenn Odysseus auf einem derAbenteuer landet, gibt es dafür Punkte. Nur das schwierige daran ist,
keiner weiß, wer wo Punkte sammeln kann, da die Auftragskarten geheim gehalten werden. Wer als Erster 10 oder mehr Punkte gesammelt hat, gewinnt.
Das Schiff des Odysseus wird durch das ausspielen der Karten bewegt. Doch ab und an mischt auch der Gott des Weines Dionysos mit.
Die Dionysos-Karten können als normale Windkarte mit dem Wert 1 verwendet werden oder aber um für eine Spielrunde land eine Götterfähigkeit mit
einem anderen Spieler zu tauschen.

Spielbewertung:
Odysseus besitzt viele Strategische Elemente. Man muss manchmal etwas um die Ecke denken, um Odysseus auf die gewollten Abenteuer
zu bringen. Doch auch das Glück muss einem hold sein, da in diesem Spiel alle Spieler agieren. Jeder Gott verfügt über eine andere Fähigkeit,
mit der man das Spiel beeinflußen kann. Odysseus ist kein Spieleabendfüller, aber zwischendurch macht es immer wieder Spass.
Das Material ist sehr gut ausgestaltet und auch die Regeln sind gut beschrieben. Auch schön, dass in den Regeln auch einiges zu der Geschichte des Odysseus
zu lesen ist. Eine 5 in der Gesamtwertung ist auf alle Fälle gerechtfertigt.

Spielendergebnis: 
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