Nibelungen



Verlag: Amigo
Autor: Wolfgang Kramer
Genre: Brettspiel
Spieler: 2-5 Spieler
Spieldauer: ca. 60 Min.
Alter:ab 10 Jahre
Inhalt: 1 Spielregel, 1 Spielplan, 15 Spielsteine, 2 Riesen, 24 Karten, 5 Schatztruhen, 2 Würfel, 60 Edelsteine



Spielstory:
Die Nibelungensaga endet mit dem Untergang der Nibelungen. Der sagenhafte Nibelungenschatz wurde im Rhein versenkt und von den Fluten hinweggespült. Hier, wo die Sage endet, beginnt unser Spiel. Es geht um den unermeßlichen Schatz der Nibelungen. Das Geschlecht der Riesen hat den Schatz entdeckt und läßt ihn bewachen. Die Riesen sind so stark, dass sie im Kampf nicht besigt werden können, wohl aber mit List und Tücke.



Spielbeschreibung:
Ausgestattet mit 3 Helden und einer Truhe muss man versuchen eine bestimmte Anzahl Schätze zu sammeln und diese in die Burg bringen. Das Einsammeln von magischen Gegenständen unterstützt die Helden dabei. Doch die Suche ist nicht einfach. Wenn man an der Reihe ist werden beide Würfel geworfen. Einer der Würfel ist für einen eigenen Helden bestimmt, der andere wird für die Bewegung der Riesen verwendet. Die Riesen nehmen die Helden gefangen und erleichtern diese wieder um die Hälfte Ihrer ungesicherten Schätze. Nur Schätze in der Burg können nicht mehr verloren gehen. Das Problem allerdings besteht darin, dass man Punktgenau auf dem Burgfeld landen muss. Ansonsten muss zwangsweise eine Ehrenrunde gedreht werden, was wieder das Risiko einer Riesenbegegnung mit sich bringt. Bei der eigenen Bewegung kann man andere Helden mitnehmen. Da Helden die zusammen auf einem Feld stehen gestapelt werden, kann man sich geschickt vor vorbeilaufenden Riesen schützen. Dazu muss man versuchen im Heldenstapel möglichst nicht oben zu liegen. Die Tarnkappe schützt ebenfalls vor den schätzeraubenden Kolossen. Wer das Schwert besitzt, kann fremde Helden um Schätze erleichtern. Das Drachenblut beschleunigt die eigene Bewegung und der Kristall beeinflußt die Riesenbewegung. Wer sicher gehen will, kann durch Umwege den Riesen entgehen. Es ist viel Strategie gefragt, damit man auch die genügende Schatzanzahl der Burg überbringen kann. Zur besseren Übersicht wieviel Schätze man sich trägt und wieviele man bereits gesichert hat, sind die Truhen auf zwei Fächer unterteilt. Wer am Ende 20-40 Teile des Nibelungenschatzes (abhängig von Spielerzahl) in die Burg gebracht hat, gewinnt.



Spielbewertung:
Als ich den Deckel der Spieleschachtel sah, dachte ich gleich, dass muss ich haben. Es erinnerte mich vom Stil her, an die alten Titelmotive des Schwarzen Auge Bücher. Ein Fantasyspiel mit Nibelungenthema, dass klang für mich erst sehr viel versprechend. Nach dem Öffnen der Box war ich erstmal leicht enttäuscht. Das Spielbrett gefiel mir soweit ganz gut, aber als ich die Spielfiguren der Riesen sah traf mich die Enttäuschung ganz tief. Zwar sind die Holzfiguren sehr robust, aber sie sind 1. hässlich und 2. könnten sie genauso gut aus einem Kinderspiel stammen. Die Truhen gefielen mir dann schon was besser. Die Edelsteine sind auch schön, aber sehr klein. Beim Spielen zeigte sich auch, dass die durchsichtigen und gelben Edelsteine je nach Licht zu ähnlich aussehen. Karten und Spielfiguren selbst sind soweit okay. Also nach gründlicher Beschauung des Inhaltes war mir gleich klar, dass es ein anderes Spiel als erwartet sein würde. Die Regel ließt sich soweit okay, bietet auch einige Beispielabbildungen, aber ich habe schon übersichtlichere gelesen. Das Spielen entpuppte ein sehr einfaches Schätzesammelspiel. Es gibt zwar einige nette Mechanismen im Spiel, aber es bereitete nur einen mittelmäßigen Spielspass. Zum Wiederspielen reizt mich "Nibelungen" nicht wirklich. Ich denke zur heutigen Zeit hätte "Nibelungen" fast schon Schwierigkeiten, einen Verlag zu finden, der es Veröffentlicht, da es schon sehr altbacken von den Regeln ist. Auch das Nibelungenthema erfasste mich nicht wirklich. Ein mittelprächtiges Spiel, das in mir ganz falsche Erwartungen weckte. Schade ich hatte gehofft, gerade auch wegen des Themas, dass "Nibelungen" mir mehr Freude bringt

Spielendergebnis:

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