Hellas



Verlag: Kosmos
Autor: Franz-Benno Delonge
Genre: Brettspiel, Strategiespiel
Spieler: 2 Spieler
Spieldauer: ca. 45-60 min.
Alter:ab 12 Jahre
Inhalt: 1 Spielregel, 30 Griechen-Spielfiguren, 20 Schiffspielfiguren, 48 Götterkarten (Ares, Poseidon, Zeus), 2 Übersichtskarten, 24 Landschaftsfelder



Spielstory:
An den Gestaden des antiken Griechenlands, Hellas genannt, entbrennt ein heftiger Machtkampf um die Herrschaft über die Inselwelt. Zu Lande und zu Wasser stehen sich die Kontrahenten gegenüber. Doch neben dem Kampf mit Segel und Schwert gehen sie auch auf große Fahrt, um neue Inseln zu entdecken und in ihrem Machtbereich einzugliedern. Bei ihren Vorhaben versichern sich beide Seiten der Gunst der griechischen Götterwelt.



Spielbeschreibung:
Ziel ist es 10 Städte mit seinen Griechen zu besetzen. Beim Spielaufbau wird schon der erste Küstenabschnitt ausgelegt und jeder Spieler vier Städte mit Griechen besetzt hat. Zu jeder Stadt wird auch noch ebenfalls ein Schiff gestellt. Wer an der Reihe ist, führt eine von drei Handlungsmöglichkeiten aus: Verstärkung, Seefahrt oder Angriff. Bei der Verstärkung erhält man neue Griechen, Schiffe und Götterkarten. Der Spieler der die meisten Städte mit Tempeln kontrolliert erhält noch einen kleinen Vorteil bei dieser Handlungsmöglichkeit, weil dies einen Bonus von einer Verstärkungsaktion gibt. Die Seefahrt darf nur ausgespielt werden, wenn man die Schiffsmehrheit besitzt. Hierdurch werden neue Gebiete entdeckt (Karten angelegt). Entdeckte Städte darf man gleich mit einen Griechen der eigenen Farbe ausstatten. Kann das gezogene Landschaftsfeld nirgends angelegt werden, dann ist die Seefahrt missglückt und die Seefahrtkarte wird unter den Stapel geschoben. Durch den Angriff kann man Städte des Gegenspielers erobern und zu den eigenen machen. Es besteht die Möglichkeit über Land- oder Seeweg anzugreifen. Beim Angriff über Land muss man zur Eroberung der Stadt mindestens gleich viele Griechen zum Angriff aufwenden; über den Seeweg muss man sogar eine Mehrheit an Griechen aufwenden, um erfolgreich zu sein. An sich klingen die Regeln doch recht einfach, doch gibt es ein paar Besonderheiten die zu beachten sind. Keine Stadt darf mit mehr als 3 Figuren besetzt werden bzw. keine Stadt darf leegezogen werden. Auch erschwerend ist die Tatsache das man die Seefahrt mit Abgabe eines Schiffes bezahlen muss. Die Götterkarten können ebenfalls eine nicht gerade geringe Rolle im Spiel einnehmen. Drei Götter können einem bei Hellas zur Seite stehen: Zeus, Poseidon oder Ares der Gott des Krieges. Von keinem Gott darf man mehr als 3 Karten auf der Hand halten. Ares unterstützt natürlich die Angriffe und kann das Kampfergebnis beeinflußen. Poseidon unterstützt die Seefahrer. Göttervater Zeus gewährt Hilfe in ganz unterschiedlichen Situationen. Einige dieser Karten dürfen sogar während des gegnerischen Spielzuges ausgespielt werden. Das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler seine zehnte Stadt einnimmt.



Spielbewertung: Optisch hat mich das Spiel direkt angesprochen. Spielplättchen die danach aussehen als dürfe man sie nach Carcassonne-Manier auslegen, dann die kleinen niedlichen Schiffchen und Griechen. Nach lesen der Anleitung war ich doch etwas überrascht das es doch eher eine Art Eroberungsspiel nach Mehrheitenprinzip zu sein schien. Spielerisch ist es ganz nett, aber absolut keiner meiner 2-Personen-Spiel Favoriten aus der Kosmos Serie "Spiele für zwei". Alles scheint von den Regeln her gut durchdacht zu sein, doch der Spielspassfunke will bei mir nur im Ansatz überspringen. 100%-ig hab ich glaube ich die Regeln auch erst von Sinn her begriffen, nach dem der ca. 5 Spielzug vorbei war. Optisch gefällt das Spiel wie bereits erwähnt sehr gut. Die Illustrationen sind schön umgesetzt worden und passen zur Thematik. Die kleinen Figuren sind ebenfalls niedlich anzuschauen und schön gestaltet. Einzig daran auszusetzen wäre, das die Figuren der Griechen durch das schmale Standbein immer umkippen wenn man mal das Tischbein berührt. Das kann auf Dauer während des Spielens sehr nervig sein wenn man ständig dir Figuren wieder aufstellen muss. Im Fazit würde ich mal behaupten, es handle sich um ein mittelprächtiges Spiel. Schön anzusehen auf alle Fälle, doch wenn diese Griechen zur Entdeckungsfahrt hinaus aufs Meer fahren, werden sie den heimischen Spieletisch nicht all zu oft wiederentdecken. Untere Mittelschiene wäre meine Punktevergebung.

Spielendergebnis:

Zurück