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Galerie der Diebe

Verlag: Parker
Genre: Brettspiel, Bluffspiel
Spieler: 2-7 Spieler
Spieldauer: ca. 60 min.
Alter:ab 10 Jahre
Inhalt: 1 Spielregel , 1 dreidimensionales Spielbrett, 2 Würfel, 9 Kunstwerke, 1 Sichtschutz,
1 Spielfigur Dieb, 6 Spielfiguren Wächter, 6 Kameras, 11 Schlösser, 9 Sockel für Kunstwerke,
1 Notizblock, 7 Standfüsse

Spielstory:
Heute: Galerie-Eröffnung
Zum ersten Mal öffnet heute die Galerie ihre Türen, um ihre wertvollen Kunstwerke zu präsentieren.
Eine Sammlung, zusammengetragen aus aller Herren Länder, wie sie niemals zuvor in einer privaten Galerie gezeigt wurde.
Unter den exklusiven Gästen dieses Eröffnungsabends befinden sich mehrere honorige Personen, die alle in der Welt der Kunst
ihre Spuren hinterlassen haben. Zuerst ist da Bernhard Bauhaus zu nennen, gefolgt von Ursula Offizi. Sie bewundern
die wertvollen Plastiken von Rachel Reichs, Pierre Le Pompidou und Matilda Tate, die so schnell aus der
Masse der namenlosen Künstler aufgestiegen sind. Ehrengast dieses Abends ist natürlich der brühmte Maler José Prado, dessen
neuestes Werk im Großen Saal zu sehen ist. Eine eindrucksvolle Sammlung - ganz besonders für Leute, die gerne mit einem
schnellen Griff wertvolle Stücke in ihren Aktentaschen verschwinden lassen. Kein Zweifel, jedes Kunstwerk hat so manche
haarsträubende Geschichte erlebt, die sich meistens eher wertsteigernd auswirkte. Ein Künstler ganz anderer Art
hatte inzwischen das bunte Treiben in der Galerie beobachtet - ein Dieb. Zufrieden stellte er fest, dass seine Verkleidung genau richtig
war, und wählte dann einen diskreten Eingang - ein Dachfenster. So weit lief alles nach Plan. Er kannte alle Einzelheiten, wie zum Beispiel
die genaue Größe der Werke, und, was viel wichtiger war, seinen genau ausgearbeiteten Fluchtweg. Bewundernd liess er
seine Blicke über Bilder und Figuren gleiten und überschlug die Preise, die sie bringen würden. Das hier würde seine Rache sein,
nachdem sein Job als Dekorateur gekündigt worden war - von einem Tag auf den andern, ohne ein Wort der Erklärung.
Was für ein hübscher, kleiner Nebenverdienst, dachte er belustigt. Alles, was er zu tun hatte, war, seinen Plan auszuführen, jetzt, nachdem die illustren
Gäste gegangen waren. Adrenalin schoss durch seine Adern, als er begann, ihn im die Tat umzusetzen...

Spielbeschreibung:
Als Wächter muss man zu Beginn das Museum mit Inhalten füllen. Man positioniert die Kunstwerke und Kameras. Dann wählt jeder eine Wächterfigur und
stellt diese ins Museum. Dabei ist es wichtig, möglichst viel vom Museum abzudecken um den Dieb auf frischer Tat zu erwischen. Dann sucht der Dieb sich
einen Ort aus, an dem er ins Museum einsteigen möchte um seinen Diebeszug zu beginnen. Diese Position wird im Plan auf dem Notizblock notiert. Zunächst
führt der Dieb jede Bewegung nur auf diesem Block aus. Die Spielfigur des Diebes wird erst benötigt, wenn die Wächter ihn erwischen.
Der Dieb ist nach jedem Wächter am Zuge und kann sich jedesmal bis zu 3 Felder weit bewegen. Dabei kann er Kunstwerke stehlen und Kameras ausschalten.
Kameras können einzeln ausgeschaltet werden, dann sind sie das ganze Spiel über nicht mehr funktionstüchtig oder man kann
in der Überwachungszentrale alle Kameras auf einmal ausschalten. Dann können die Wächter die Kameras aber wieder einschalten. Wenn man
als Wächter am Zuge ist, wirft man zuerst den Würfel. Mit dem Auge kann man entweder den Wächter schauen lassen oder eine der Kameras.
Bewegungsmelder geben den Wächtern Anhaltspunkte in Form von der Feldfarbe auf dem der Dieb steht. Dies kann der Dieb allerdings zweimal
verweigern. Die Figur des Diebes wird erst aufgestellt, wenn ein Wächter ihn selber sieht. Dann muss der Dieb die Flucht durch einen der
Ausgänge ergreifen. Auf dem Weg dorthin, kann er natürlich trotzdem weiter Kunstwerke stehlen. Wächter bewegen sich immer soviele Felder weit, wie der
Würfel zeigt. Schnappt ein Wächter den Dieb, hat der Dieb verloren. Erreicht der Dieb einen Ausgang, wird das Schloss an der Position umgedreht. Ist das
Schloss offen, ist ihm die Flucht gelungen und alle erbeuteten Kunstwerke zählen jeweils einen Punkt. Ist der Ausgang versperrt, muss der Dieb einen
anderen Ausgang suchen. Es werden soviele Runden gespielt, wie Mitspieler teilnehmen. Jeder übernimmt dabei einmal die Rolle des Diebes.
Wer es schafft als Dieb die meisten Kunstwerke zu stehlen, gewinnt.

Spielbewertung:
Ein sehr nettes Spielprinzip. Die Idee ist schon sehr gut geraten und auch umgesetzt worden. Man muss als Wächter jede
Position durchdenken, genau wie der Dieb auf jeden Schritt achten muss. Wer es als Dieb schafft unter den Wächtern Verwirrung zu stiften, der
hat schon fast gewonnen, muss aber natürlich auch noch zusehen, dass er entkommen kann. Die Flucht ist für den Dieb nicht all zu einfach, da er auch
nie weiß, welcher Ausgang offen und welcher verschlossen ist. Da gilt nur...probieren geht über studieren. Es ist eine kleine Portion Glück nötig,
aber es überwiegt der denkerische Anteil. Die Anleitung ist an sich soweit gut verständlich. Die Regeln lassen sich auch ganz gut
erklären. Die Vorbereitung vor dem eigentlichen Spiel ist manchmal etwas zeitaufwendig - da man ja gut vorbereitet sein will, bevor
der Dieb zuschlägt. Das Spielmaterial ist optisch ein Blickfänger. Es ist aufwendig gestaltet und ist sehr gelungen. Der Spielspass ist für ab und an sehr hoch,
aber nach zu vielen spielen wird es eher langweilig. Kein Spiel für jeden Tag, wenn man allerdings es eine Zeit nicht gespielt hat, wird man es
bestimmt irgendwann mal wieder auf den Tisch packen. Im großen und ganzen ein Spiel im Mittelfeld.
Spielendergebnis: 
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