Fiese Verliese



Verlag: Pegasus Spiele
Genre: Fantasyspiel
Spieler: 2-5 Spieler
Spieldauer: ca. 45-60 Min.
Alter:ab 10 Jahre
Inhalt: 1 Spielregel, 64 Abenteurerkarten, 5x32 Verlieskarten, 5 Besitzkarten, 1 Figur sehender Stein, 1 Spielplan, 75 Blutpunkte, 5 Spielfiguren



Spielstory:
Herzlichen Glückwunsch! Du bist ein durchgeknallter Zauberer und hast ein fieses Verlies voller noch fieserer Monster am Rande deiner schönen Heimatstadt Blutbadhausen geerbt! Die anderen noch durchgeknallteren Zauberer aber leider auch, und promt entbrennt ein Streit. Wessen Verlies am fiesesten, sprich: am tödlichsten ist. Ihr alle heuert ein paar Abenteurer an, um die Verliese der Konkurrenten zu plündern.



Spielbeschreibung:
Ziel ist es 7 Blutpunkte zu sammeln, in dem man die Abenteurer der Mitspieler tötet. Dabei zählen Blutpunkte die auf dem eigenen Verlies liegen Minuspunkte. Zu Beginn des Spieles erhält jeder Spieler verdeckt eine Verlieskarte. Übrig gebliebene Verliese werden verdeckt auf dem Spielbrett auf das Feld Notariat gelegt. Die Spielkarten werden alle separat gemischt und jeweils auf die dafür vorgesehenen Felder abgelegt. Vom Heldenstapel nimmt man 5 Karten und verteilt sie der Wertigkeit nach auf die 5 Stadtfelder. Jeder Spieler sucht sich einen Zauberer aus und nimmt sich die farblich dazu passenden Blutpunkte. Der Startspieler erhält den "sehenden Stein". Dieser wird beim Startspielerwechsel immer weitergereicht. Das Spiel wird in mehreren Runden gespielt. Jede Runde besteht aus 5 Phasen, welche die Spieler nacheinander ausführen. In der ersten Phase kann man Abenteurer anheuern. Das Stadtfeld auf dem ein Abenteurer liegt zeigt an, was das anwerben kostet. Bezahlt wird mit erworbenen Schatzkarten. Das eigene Abenteurerlimit von drei darf beim Einkauf nicht überschritten werden. Möchte man einen Abenteurer anwerben obwohl man schon 3 hat, muss einer dieser Abenteurer auf den Friedhof gelegt werden. Sobald durch den Kauf eines Abenteurers ein Stadtfeld frei wird, deckt man eine neue Abenteurerkarte auf (Es wird wieder nach Wertigkeit eine Reihenfolge gebildet). Bei der nächsten Phase werden die Abenteurergruppen zu den Verliesen geschickt. Dazu wird die eigene Spielfigur zum gewählten Verlies gestellt. Die nächste Phase "Schlacht" kommt zum tragen, wenn zwei Spieler sich für das gleiche Verlies entschieden haben. Diese Spieler müssen sich das Zutrittsrecht erstreiten. Dazu werden die Abenteurer in gewählter Reihenfolge nacheinander aufgedeckt. Dabei gilt, dass der stärkste Abenteurer (das ist Der mit dem niedrigerem Rang) gewinnt. Bei Farbengleichheit kann man gegnerische Abenteurer abwerben. Ansonsten landet der unterlegene Abenteurer auf dem Friedhof. Der siegreiche Spieler erhält vom Gegner einen Blutpunkt. Nach dem ersten Kampf müssen aber auch noch Abenteurer 2 und 3 gegeneinander antreten. Steht dann ein Gewinner fest, geht es in die nächsten Phase über, dass "Erkunden". Dazu wird zum Verlies die oberste Karte aufgedeckt. Stimmt der Buchstabe mit einem der Helden über ein, stirbt dieser und einen Blutpunkt muss man auch noch in das Verlies legen.. Die Schatzkarte darf man an sich nehmen, so fern die eigene Gruppe genug Tragekapazität besitzt. Gegenstandskarten darf man einfach so an sich nehmen. Diese kann man nach Beschreibung auf der Karte verwenden. Nach dem Aufdecken der Karte muss man dann entscheiden, ob man weiter erkunden möchte oder lieber aus dem Verlies flieht. Haben alle Spieler fertig erkundet folgt die letzte Phase der Runde, dass "Einsammeln". Jetzt darf man final die Schätze an sich nehmen. Ebenso hat man jetzt die Möglichkeit ein neues Verlies zu erwerben (diese Option ist bei 5 Spielern nicht möglich). Zum Abschluss wird der "Sehende Stein" im Uhrzeigersinn weitergereicht. Beim Punktezählen erhält man Pluspunkte für alle vor sich liegenden Blutpunkte der Gegner und für alle gegnerischen Blutpunkte im eigenen Verlies. Da Niemand weiß, welche Dungeons wem gehören, muss der Gewinner sich als solcher dann enttarnen.



Spielbewertung:
Ausnahmsweise beginne ich bei der Bewertung dieses mal mit dem Spielmaterial. Schon während der Spielvorbereitung ist uns ein großer Defizit an den Spielfiguren aufgefallen. Die dicke Pappe der Spielfiguren bietet zwar viel Stabilität, passen aber nicht problemlos in die Standfüsse. Man muss richtig quetschen und evtl. dabei in Kauf nehmen, dass die Figuren dabei an den Kanten verfransen. Ansonsten ist das Material aber gut gelungen und stabil. Die Ausgestaltung von John Kovalic ist natürlich wie gewohnt witzig und gelungen. Schade das die Verlieskarten etwas neutraler aufgemacht wurden. Neben der Überschrift und den spielrelevanten Daten wurde hier nix gemacht. Ein netter Spruch oder ein witziges Bild dabei hätte im Design noch weitere Pluspunkte gegeben. Aber nun weg vom Material, jetzt kommen wir zum wichtigen Teil der Beurteilung: dem Spiel selbst! Die Regeln an sich sind soweit einfach. Das Regelwerk selber ließt sich zwar verständlich, ist aber absolut unübersichtlich. Wenn man diese zur Hilfe nimmt um seinen Mitspielern "Fiese Verliese" zu erklären, muss man ständig nach der richtigen Textstelle suchen. Hier wäre eine Kurzübersicht sehr empfehlenswert gewesen. Das Spiel an sich funktioniert zwar, haut aber auch nicht wirklich vom Hocker. Empfehlenswert ist "Fiese Verliese" nur bei 4-5 Spielern oder wenn man mit absolut unsozialen Spielern spielt. Beim Spiel mit 3 Miteiferern kommt es teilweise selten zur Schlacht vor den Verliesen, wenn man es nicht direkt darauf anlegt. Sprich: Wer mit netten Menschen "Fiese Verliese" spielt, hat kaum Interaktion im Spiel. Leider macht das Spiel im gesamten auch nicht richtig Spass. Es spielt sich etwas fade und schleppend daher. Da können leider selbst die Zeichnungen eines John Kovalic nicht viel mehr Fun zu tun. Schade eigentlich, da die Grundidee gar nicht mal so schlecht war. Meine Gesamtbeurteilung fällt unter diesen ganzen Aspekten leider magerer aus. Gerne hätte ich "Fiese Verliese" eine bessere Beurteilung zugesprochen, da ich mir im vor hinein mehr erhofft hatte.

Spielendergebnis:


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