Dungeon Twister



Verlag: Pro Ludo
Autor: Christophe Bölinger
Genre: Brettspiel, Fantasyspiel
Spieler: 2 Spieler
Spieldauer: ca. 45 min.
Alter:ab 11 Jahre
Inhalt: 1 Spielregel, 8 quadratische Hallen, 2 Startzonen, 2 Sichtschirme, 16 Pappfiguren (2 Trolle, 2 Krieger, 2 Diebinnen, 2 Kleriker, 2 Wandläuferinnen, 2 Goblins, 2 Mechanorks), 12 Objektmarker, 16 Figurenmarker, 2 Kartensets mit Aktions-, Sprung- und Kampfkarten, Gittermarker

Spielstory:
Targanum ist ein mystischer Planet, der von einer Unzahl fantastischer Kreaturen bevölkert wird. Die einflussreiche Persönlichkeit all dieser Geschöpfe ist ein Mensch, der unter dem Namen Erzmagier berühmt und berüchtigt wurde. Eine Legende erzählt, dass er, der mächtigste aller Hexenmeister von Targanum, der sein ganzes Leben damit verbrachte, die Geheimnisse der Magie - auch die verborgensten und ungeheuerlichsten - zu entdecken und zu lernen. Nachdem er alle, in dieser Welt bekannten, Zaubersprüche und Flüche beherrschte, führte ihn seine Suche zum letzten der großen Geheimnisse: die Unsterblichkeit. Einige Elfen gehen davon aus, dass der Erzmagier bereits ein Alter von 3000 Jahren erreicht hat. Das ist ein langes Leben für jemanden, der alle Genüsse - die das Leben bietet - ausgekostet, alle Geheimnisse aufgedeckt hat und alles beherrscht, was es zu beherrschen gibt. Der Reichtum des Erzmagiers war und ist grenzenlos wie sein Wissen und seine Macht. Zur Zeit seines 1000. Geburtstags hatte er die Idee ein Königreich zu erschaffen: es sollte ein großes Land sein, das aus vielen verschiedenen Gebieten besteht, so dass er selbst die Möglichkeit hat, sich von dem einen in das andere Gebiet zu teleportieren. Befreundet mit den einen, gehasst von den anderen, ließ er sich gegen fürstliches Entgelt in allen Regionen Schlösser und Festungen bauen. Sobald er sich in einer der Regionen niedergelassen hatte, übernahm er durch Geld, diplomatisches Geschick und roher Gewalt die Kontrolle über das Gebiet. Auf diese Weise konnte der Erzmagier seine Langeweile während seiner 2000 Jahre langen Herrschaft etwas überwinden, da 3000 Jahre aber eine lange Zeit sind, suchte er nach neuen Unterhaltungsmöglichkeiten. Und plötzlich kam ihm ein revolutionärer Gedanke. Er heuerte Zwerge und Gnome an um sie große, unterirdische Labyrinthe und mechanische Hallen in den Katakomben seiner zahlreichen Schlösser erbauen zu lassen. Auf der ganzen Welt rief er zur gleichen Zeit sich ähnelnde Projekte ins Leben. Auf diese Weise entstanden zahlreiche unterirdische Labyrinthe: die Dungeon Twister, in denen sich der Geruch von Blut mit dem Dampf der Maschinen und dem Schweiß der Gefangenen vermischte.Nachdem die Bauarbeiten vollendet waren, ließ der Erzmagier in jede Ecke des Labyrinths kleine, magische Glaskugeln anbringen und im größten Saal seiner luxoriösen Residenz zusätzliche Spiegel aufstellen, um das Geschehen, das sich in den Labyrinthen tief in der Erde abspielte, genau beobachten zu können. Mit Hilfe der Teleportation sendete er Kämpfer seiner Wahl in die Labyrinthe. Kreaturen, die aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten ihrer Heimat entrissen wurden, fanden sich nun in einer völlig fremden Umgebung, in einem Alptraum ohne Sinn und Ziel wieder. Ihre Aufgabe fortan war es Fallen auszuweichen, zu kämpfen, zu überleben, das Labyrinth zu verstehen und einen Ausgang zu finden. Das alles fand unter den wachsamen Augen des Erzmagiers statt. Ohne es zu wissen, waren die unglücklichen Gefangenen Schauspieler eines blutigen Dramas geworden, dessen einziger Zweck war, den Erzmagier zu unterhalten. Willkommen im Dungeon Twister!



Spielbeschreibung:
Ziel ist es, als erstes mit seiner Gruppe 5 Siegespunkte zu ergattern. Einen Siegespunkt bekommt man für jeden Helden den man aus dem Dungeon hinausführt (Für den schwächlichen Goblin gibt es sogar 2 Siegpunkte). Einen zusätzlichen Siegespunkt gibt es für das erbeuten und ins Freie tragen des Schatzes und für jeden eliminierten Gegner gibt es ebenfalls einen Punkt. Zu Beginn stellt sich jeder Spieler verdeckt eine Heldengruppe zusammen. Dann wird der Dungeon verdeckt hingelegt und die Objektplättchen verteilt. Dann kann das Spiel auch schon losgehen. Die eigenen Figuren agieren durch das Ausspielen von Aktionskarten. Damit können Charaktere Fähigkeiten benutzen, Hallen erkunden, sich bewegen und kämpfen. Jeder Charakter besitzt andere Fertigkeiten, die einen im Dungeon von Nutzen sein kann. Zum Kämpfen werden die Kampfkarten verwendet, mit denen man den Kampfwert der eigenen Figur aufwerten kann. Die Sprungkarten helfen Charakteren die Fallen zu überwinden. Jede Halle besitzt einen Rotations-Mechanismus. Mit diesem kann man die Hallen auch noch drehen, um noch mehr Chaos in den Dungeon zu bringen.



Spielbewertung:
Wer hier glaubt, dass es sich hier um ein klassisches Fantasyspiel handelt, der täuscht sich gewaltig. In Dungeon Twister wird ein sehr großes Händchen voll Strategie benötigt. Es fängt schon mit der Zusammenstellung der Gruppe. Wie ist sie für einem an ausgeglichensten? Der Troll zum Beispiel ist im Kampf ein echt harter Brocken, aber dafür auch verdammt langsam. Der Ork ist praktisch wenn man Räume drehen will. Die Diebin knackt Schlösser und kommt schnell voran. Jeder hat Vorteile und Nachteile. Durch geschickten Einsatz der Gegenstände und der Karten schickt man hier seine Charaktere voran. Ein sehr schönes durchdachtes Spielprinzip mit einem hohen Spassfaktor. Die Regeln sind wenn sie einmal verstanden wurden sehr einfach. Die Regeln bieten sogar Handicap-Regeln für Spiele gegen Anfänger. Das Spielmaterial ist sehr gelungen und bringt eine dunkle Fantasy-Dungeon-Atmosphäre gut rüber. Alles in allem ein Top-Spiel das viel Abwechslung bietet und auch gut erweiterungsfähig ist.



Spielendergebnis:


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