Cosa Nostra



Verlag: Parker
Autor: Carlo Monticolombi
Genre: Brettspiel
Spieler: 2-4 Spieler
Alter: ab 10 Jahre
Spieldauer: ca. 45 min.
Inhalt: 1 Spielregel, 36 Spielfiguren, 1 Spielbrett, 2 Würfel, 1 Schicksalsrad mit zwei schwarzen Autos

Spielstory:
Das Chicago der 30er Jahre bildet den dramatischen Hintergrund für dieses spannende Spiel. Es gibt vier rivalisierende Banden und alle verfolgen das gleiche Ziel - die Vorherrschaft in der Stadt zu gewinnen. In den Hauptquartieren haben die mächtigen Gangsterbosse ihre treuen Gefolgsleute um sich versammelt. Die Stunde der Entscheidung naht - ein Rundgang durch die nächtlichen Straßen soll die Machtfolge endgültig klären. Vor dem Verlassen des sicheren Hauptquartiers berät man noch einmal über die Vorgehensweise, denn auf den Straßen ist es gefährlich. Überall können fremde Bandenmitglieder lauern, um die eigenen Leute gefangen zu nehmen. Nur gegenseitiger Schutz bringt absolute Sicherheit, vor allem für die meistgefährdete Person - den Boss. Er muss unversehrt ins Hauptquartier zurückkehren. Und dann sind da noch die geheimnisvollen Cosa Nostra Männer in ihren schwarzen Autos. Sie fahren ziellos durch die Straßen und können von jedem Boss als Hilfe angefordert werden, um den Weg frei zu machen. Wie also am geschicktesten vorgehen? Die Herausforderung ist groß - und der Lohn gewaltig - ein unauslöschlicher Platz in der Geschichte der 30er Jahre. Es war einmal in Chicago...



Spielbeschreibung:
Ziel dieses Spiels ist es als erster seinen Boss einmal rund um das ganze Spielfeld zu führen und ins Hauptquartier zurückzubringen. Die Gefolsleute werden dabei als Bgleitschutz für diesen benutzt. Jede Bande beginnt zusammen mit dem Boss in ihrem Hauptquartier. Man bewegt sich mit Hilfe der beiden Würfel über das Spielfeld. Dabei darf man entscheiden, ob man mit der addierten Augenzahl eine Figur vorwärts bewegt oder ob man pro Würfelzahl Figuren bewegt (ergibt bei zwei Würfeln zwei Figuren). Man muss immer die gesamte Augenzahl für die Bewegung verwenden. Wirft man einen Pasch ist man nochmal an der Reihe. Man kann also keine Bewegungspunkte verfallen lassen. Doch es gibt noch ein paar Regeln die bei der Bewegung zu beachten sind. Es dürfen nie mehr als drei Figuren auf einem Feld stehen. Ebenfalls können auf einem Feld höchsten Figuren aus zwei verschiedenen Banden stehen. Steht ein Bandenmitglied alleine auf einem Feld ist dieses gefährdet. Denn wird das Feld nun von einem gegnerischen Bandenmitglied betreten, kommt dieses ins Gefängnis. Die Figur kann erst wieder bewegt werden, wenn sein Bewacher das Spielfeld verlässt. Wird ein gefangenes Bandenmitglied nur von einer gegnerischen Figur bewacht, kann ma diese noch retten. Dazu muss man ein anderes Bandenmitglied auf dieses Feld bewegen. Sobald sich zwei Mitglieder einer Bande und eine konkurrierende Spielfigur auf einem Feld treffen wird das unterliegende Bandenmitglied aus der Stadt verbannt. Damit scheidet die Figur völlig aus dem Spiel aus. Diese kann man aber wieder ins Spiel bringen in dem man mit einer eigenen Spielfigur das Feld erreicht das ein Feld hinter dem eigenen Hauptquartier liegt. Außerdem gibt es Felder mit Symbolen, die eine bestimmte Bedeutung besitzen. Wenn man auf einem Schicksalsfeld kommt, wird das Schicksals-Rad gedreht. So kommen die Cosa Nostra Männer ins Spiel. Je nach dem welche Figuren auf den Feldern stehen, auf denen das Schicksalsrad zeigt, kommen Figuren in die Verbannung. Bei einer einzelnen Figur kommt diese in die Verbannung, bei zwei gleichen Bandenmitgliedern darf man sich entscheiden welcher der beiden verbannt wird und bei einem Gefangenen und seinem Bewacher wird derjenige im Gefängnis verbannt. Hier gibt es aber einen Sonderfall, denn gehört der Gefangene der eigenen Bande an, wird sein Bewacher verbannt. Auf den Gefahrfeldern werden alle dort stehenden Figuren verbannt, ob Freund oder Feind. Die Schutzfelder schützen alle Figuren vor den Cosa Nostra Männern. Der Boss jeder Bande wird ein bißchen bevorzugt behandelt. Dieser wird nie verbannt, sondern muss stattdessen in sein Hauptquartier zurückehren und wieder von neuem seinen Stadtrundgang beginnen. Das Spiel endet mit erreichen des Spielziels, dabei ist eine Rückkehr ins Hauptquartiers nur mit der passenden gewürfelten Augenzahl möglich.



Spielbewertung:
Diesem Spiel fehlt auf der Verpackung ein wichtiger Hinweis. "ACHTUNG! Macht nur mit vier Spielern wirklich Spass!" Weder beim Spiel zu zweit oder zu dritt kann Cosa Nostra überzeugen. Damit es annähernd spannend wird, sollte man zu zweit die in den Regeln erwähnte Spielvariante spielen, in welcher jeder zwei Banden übernimmt. Ansonsten ist eine Runde langweilig und geht schnell zu Ende. Die Regeln an sich sind auch nix dolles. Es wäre weitaus strategischer wenn das Würfelglück nicht miteinfließen würde. Und nur weil man ein großes Plastikteil im Spiel hat welches man drehen kann, macht das noch lange kein gutes Spiel aus. Das Regelwerk ließt sich soweit verständlich und Regelfragen tauchen eigentlich keine auf. Die Regeln sind auch verdammt einfach und sind schnell erklärt. Man hätte die Altersvorgabe ruhig noch um zwei Jahre herabsetzen können, da Achtjährigen das Spiel ebenso zuzutrauen ist. Das Spieldesign ist okay, aber mehr auch nicht. Das hätte man auch etwas schöner gestalten können. Das Material macht einen stabilen Eindruck, auch die Drehscheibe scheint eine lange Lebensdauer versprechen. Cosa Nostra ist kein Abendfüllendes Spiel und wird nach dem ersten Mal spielen den Weg selten aus der Spieleschachtel heraus finden. Als reines Familienspiel ist es tauglich, doch bietet der Spielemarkt weitaus bessere Alternativen. Für Spieleabende mit Erwachsenen Spielern wird man eher auf weniger Begeisterung treffen. Mit etwas Mühe könnt man evtl. die Regeln umschreiben um das Spiel selbst zu verbessern, doch ob sich der Aufwand lohnt ist eine andere Frage. So wie das Spiel ist kann es leider nicht mehr als eine 2 von mir ergattern.

Spielendergebnis:


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