Celtica



Verlag: Ravensburger
Autor: Wolfgang Kramer und Michael Kiesling
Genre: Brettspiel, Kartenspiel
Spieler: 2-5 Spieler
Spieldauer: ca. 30-45 min.
Alter: ab 10 Jahre
Inhalt: 1 Spielregel, 1 Spielbrett, 5 Druidenfiguren, 60 Druidenkarten, 20 Erfahrungskarten, 10 Amulette (jeweils bestehend aus 9 Plättchen)



Spielstory:
Wie eine alte irische Legende erzählt, scharte einst der keltische Held Chú Chulainn zehn treue Männer um sich, um in einem großen Kampf die Feinde seines Landes zu besiegen. Nach erfolgreicher Heimkehr belohnte er jeden seiner Gefährten mit einem Amulett. Jedes dieser Amulette bestand aus neun Teilen und unterschied sich von den anderen nur durch das Mittelteil. Die Amulette verhalfen ihren Trägern und deren Nachkommen zu hohem Ansehen und Reichtum. Durch Überfälle der Wikinger wurden die Amulette jedoch zerstört und gelten seither als verschollen. Irland zu Beginn des 11. Jahrhunderts. Sie schlüpfen in die Rolle eines mutigen Abenteurers, der sich aufmacht, die Amulett-Teile wieder zu finden. Fünf Druiden helfen Ihnen bei der Suche. Wer die meisten Amulette findet und zusammensetzt, soll neuer Keltenkönig werden.



Spielbeschreibung:
Das Ziel des Spieles ist es, am Ende die meisten kompletten Amulette zu besitzen. Ein Amulett besteht immer aus 9 verschiedenen Teilen. Zu Beginn gibt es eine Auslage an Amulettteilen. Wenn man durch ein Feld Amulettteile nehmen darf, werden diese aus der Auslage genommen. Danach wird die Auslage durch den Nachziehstapel ergänzt. Man kann beliebig viele Amulette beginnen. Alle 5 Druiden werden auf das Startfeld gestellt. Dann werden Karten verteilt. Mit diesen Karten kann man jeden der Druiden auf dem Spielplan bewegen. Man kann auch mehrere Karten einer Farbe ausspielen, um einen Druiden um mehrere Felder vorwärts zu bewegen. Das geht so lange, bis jeder Spieler alle Karten ausgespielt hat. Dann beginnt eine neue Runde und es werden wieder neue Karten verteilt. Es gibt verschiedene Etappen auf denen ein Druide landen kann. Bei den Wikingern muss man Amulettteile abgeben und an den Kultstätten erhält man welche. Auf den anderen Feldern bekommt man neue Karten. Muss man bei den Wikingern Amulettteile abgeben, darf man als Entschädigung eine Erfahrungskarte ziehen. Diese können ergänzend zu den normalen Karten verwendet werden. Hat ein Druide das Zielfeld erreicht wird noch so lange gespielt, bis alle ihre Karten ausgespielt haben. Danach kommt es dann zur Endwertung.



Spielbewertung:
Celtica hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Reiner Knizias Tal der Abenteuer. In beiden Spielen, werden die Figuren von allen Spielern bewegt. Allerdings sammelt man hier nur Amulette und hat einen festen Weg zum Ziel. An sich ein schönes Spiel, in welchem man aber wirklich mit mehreren spielen sollte. Dadurch erlangt das Spiel dann doch etwas mehr Strategie. Allerdings kommen mir 9 Amulett-Einzelteile als ein wenig zuviele vor. Das Amulett hätte auch aus 6 Teilen bestehen können, denn es kann unter anderem sehr schwierig werden, mehr als eines davon komplett zu bekommen. Auch finde ich muss man teilweise zuviele Teile wieder zurückgeben. Wäre günstig wenn man eine Möglichkeit gegeben hätte, den Verlust etwas abzumildern. Und die Erfahrungskarten sind nur eine kleine Entschädigung dafür. Zieht man nämlich die falsche Farbe, kann diese einem unter Umständen wenig helfen. Die Regeln sind sehr einfach und schnell zu lernen. Auch die Anleitung gibt soweit keine offenen Fragen wieder. Nett wäre vielleicht gewesen, wenn man noch die eine oder andere Spielvariante beigefügt hätte. Grafisch ist es ein echtes Meisterstück. Man verwechselt es zwar im ersten mit einem klassischen Fantasyspiel, aber es gefällt auf Anhieb. Auch die Spielmaterialien sind stabil und versprechen langen Spielgenuss. Ein Spiel für die ganze Familie. Es wird zwar nicht der Dauerrenner vom Spieltisch, aber gelegentlich wird man seine Freude darin finden. Ein solides Mittelfeldspiel.

Spielendergebnis:


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