Beowulf



Verlag: Kosmos
Autor: Reiner Knizia
Genre: Brettspiel, Fantasyspiel
Spieler: 2-5 Spieler
Spieldauer: ca. 60-75 min.
Alter: ab 10 Jahre
Inhalt: 1 L-förmiges-Spielbrett, 1 Spielanleitung, 1 Spielfigur (Beowulf), 1 runder Schild, 2 rote Markierungssteine (Banner), 5 schwarze Reihenfolgeanzeiger, 100 Aktionskarten, 10 Sonderkarten, 24 Schatzplättchen, 3 Misserfolgplättchen, 36 Bündnisplättchen, 12 kleine Wundenplättchen, 10 große Wundenplättchen, 1 großes Wundenplättchen mit zwei Wunden



Spielstory:
Der Beowulf (altenglisch für Bienen-Wolf) gilt mit seinen 3182 Versen als bedeutendstes Werk der altenglischen Literatur. Für das mittelalterliche Heldenepos ist kein Titel überliefert. Erst im 19. Jahrhundert kam der Name des Helden, Beowulf, als Bezeichnung für die gesamte Dichtung in Gebrauch. Das Epos schildert Beowulf als treuen und tapferen Recken, der das Gotenreich verlässt, gegen ein in Dänemark wütendes Ungeheuer, Grendel, siegreich in den Kampf zieht und auch im Rachefeldzug, den die Mutter des Ungeheuers, eine Seehexe, gegen ihn führt, die Oberhand behält. Nach diesen siegreichen Kämpfen in Dänemark kehrt Beowulf in seine gotische Heimat zurück. Nach dort der Gotenkönig König Hygelac und kurz darauf auch dessen Sohn Heardred zu Tode kommen, wird Beowulf selbst zum König der Goten gekrönt. Es folgen Zeiten des Friedens und Wohlstands, bis eines Tages ein Wanderer den Zorn eines mächtigen Drachen herausfordert. Um sein Volk vor dem Drachen zu schützen, fordert Beowulf ihn zu einem schicksalhaften Duell heraus. Es wird für beide ein tödlicher Kampf. Mit dem letzten Atemzug bestimmt Beowulf den würdigsten seiner Recken zum neuen König.



Spielbeschreibung:
Da alle Spieler Beowulf begleiten gibt es nur eine Spielfigur. Der aktuelle Standort der Figur ist immer gleichzeitig der Standort an dem sich die Spieler befinden. So schreitet man in der Geschichte voran und spielt eine Etappe der nächsten nach durch. Das Spiel endet sobald man am Ende angekommen ist. Dann kommt es zu einer Wertung, die über den Sieg entscheidet. Die Etappen werden unterschiedlich gespielt. Dazu ist in der Regel meist der Einsatz von Karten notwendig. Es gibt 6 Typen an Aktionskarten. Reise, Freundschaft, Klugheit, Mut, Kampf und Beowulf. Die Beowulfkarten zählen als Joker. Auf den Karten sind immer 1-2 Symbole abgebildet. Außerdem gibt es noch Sonderkarten die das Spielgeschehen beeinflußen. Hat man eine Etappe durchgespielt wird man meist belohnt. Dies kann in Form vonSchätzen oder Ruhm geschehen. Bündnisplättchen werden verdeckt gezogen und geben ebenfalls Schätze und ruhm. An einigen Stellen des Spieles kann es vorkommen das man Wunden zugefügt bekommt. Diese sollte man schnellstmöglich heilen, da man am Ende des Spieles dadurch Nachteile in der Wertung erhalten kann. Wer am Ende die meisten Siegpunkte hat gewinnt.



Spielbewertung:
Warum erinnert mich das Spiel an das "Herr der Ringe" Spiel? Warscheinlich liegt es an den Illustrationen im Spielmaterial, weil Beowulf hat doch wirklich wenig vom Herr der Ringe-Spiel. Es spielt sich vom Prinzip her ganz anders. Allein schon dadurch, dass man gegeneinander spielt. Hier muss man immer versuchen im richtigen Augenblick die richtigen Karten parat zu haben. Wenn man diese hat, dann wird man reich belohnt. Insgesamt wirkt das Spiel mit nur zwei Spielern sehr mager. Es sollte um wirklich seinen Spass entfalten zu können, mit mehreren gespielt werden. Dann ist auch die Schatzverteilung etwas schwieriger und man wird mehr gefordert. Kartenglück spielt ebenfalls eine Rolle in dem Spiel, aber wichtiger noch ist, die Karten die man hat geschickt einzusetzen. Die Etappen werden unterschiedlich gespielt und so bietet das Spiel immer wieder etwas Abwechslung. Durch die verschiedenen unterschiedlichen Etappen ist das Erklären von Unkundigen etwas kompliziert, auch wenn es eigentlich gar nicht so schwer ist. Nur desto mehr Kleinigkeiten man erklärt, um so schneller wirf auch das ein oder andere mal vergessen. Ansonsten lesen die Regeln sich sehr verständlich. Sehr schön das auf der letzten Seite der Einleitung noch die verschiedenen Etappen im Spiel literarisch erläutert werden. Das Design ist sehr Klasse und ist ein echter Blickfänger. Die Materialien sind allesamt sehr Klasse. Auch die Idee mit der Form des Spielbretts, auch wenn dies von den Regeln her auch normal hätte aussehen können. Insgesamt ein schönes Spiel, mit einem leider eher kurzweiligeren Spielspass. Das liegt daran, dass sich hier schneller ein Wiederholungsfaktor einfangen kann. Wenn man es ab und an spielt ein passables Spiel. Doch bei zu-oft-spielen verliert der Spielspass sich schnell im Sande.

Spielendergebnis:

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